Kopfschmerzen / Schwindel bei neuro-orthopädischen Erkrankungen

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen und treten bei 4 bis 5 % der deutschen Bevölkerung täglich auf. Dabei fallen über 90 % der Kopfschmerzerkrankung auf die beiden primären Kopfschmerzformen Migräne und Spannungskopfschmerz, die auch kombiniert auftreten können. Zur Behandlung von Kopfschmerzen werden Medikamente eingenommen, wobei häufige Medikamenteneinnahme aber auch zu einem medikamenteninduzierten, d.h. durch Medikamente aufrecht erhaltenen Kopfschmerz führen kann. Bei 5-8 % aller Kopfschmerzpatienten entwickelt sich eine Medikamentenabhängigkeit, wobei nahezu alle eingesetzten Schmerzmittel hierzu beitragen können.

Zu den Gesichtsschmerzen gehören die Trigeminusneuralgie, seltenere Neuralgien wie die Glossopharyngeusneuralgie und der atypische Gesichtsschmerz. Überlagert werden können Kopf- wie auch Gesichtsschmerzen durch Schmerzsyndrome mit Ursprung in der Halswirbelsäule, welche zum Hinterkopf oder in die Gesichtsregion ausstrahlen können.

In der Rommel-Klinik bestehen langjährige Erfahrungen in der Diagnostik und Therapie von Kopf- und Gesichtsschmerzen. Zur interdisziplinären Abklärung erfolgt die neurologische und HNO-ärztliche und psychologische Vorstellung, bei Beschwerden aus der Halswirbelsäulenregion ggf. auch die orthopädische Untersuchung.

Neben einer gezielten physiotherapeutischen und physikalischen Behandlung unter Einbezug von Naturheilverfahren, regelmässig durchgeführten Entspannungstherapie nach Jakobsen in Kombination mit verhaltenstherapeutischen, psychologischen Verfahren erfolgt eine gezielte medikamentöse Einstellung; bei dem häufigen, medikamenteninduzierten Kopfschmerz aber auch ein kompletter Analgetikaentzug. Apparative, diagnostische Verfahren werden bei Bedarf eingesetzt.

 

 

Schwindel bei neuro-orthopädischen Erkrankungen

Unter Schwindel versteht man das subjektive Empfinden eines Drehens, Schwankens oder einer drohenden Bewußtlosigkeit. Medizinisch wird Schwindel als wahrgenommene Scheinbewegung zwischen sich und der Umwelt definiert, welche aus widersprüchlichen Informationen von den an Gleichgewichtsempfinden beteiligten Sinnesorgan wie Augen, Gleichgewichtsorgane der Innenohren sowie Muskel- und Gelenkrezeptoren entsteht. Entsprechend lassen sich Schwindelbeschwerden bei Erkrankungen aus dem HNO-ärztlichen Bereich wie Störungen des Gleichgewichtsorgans (z.B. gutartiger Lagerungsschwindel, Meniere-Erkrankung) bei neurologischen Erkrankungen (z.B. Basillarismigräne, Durchblutungsstörungen des Gehirns) sowie bei orthopädischen Erkrankungen (z.B. Schädigung der Halswirbelsäule, Schleudertrauma) beobachten. Darüberhinaus spielen häufig psychische Faktoren für Schwindel eine große Rolle (z.B. phobischer Schwindel, Angsterkrankung).

In der Rommel-Klinik werden chronische Schwindelbeschwerden im Rahmen neuroorthopädischer Erkrankungen behandelt. Durch Zusammenarbeit der Fachärzte für Neurologie, Orthopädie, Allgemeinmedizin, HNO-Heilkunde und den Psychologen erfolgt die Abklärung, wobei zur apparativen Diagnostik auch die differenzierte Vestibularisprüfung einschließlich Videonystagmographie und neurophysiologischen Untersuchungstechniken zur Verfügung steht. Die Therapie erfolgt durch spezielle in der Therapie von Schwindelerkrankung geschulte Physiotherapeuten mit einem täglichen Einzeltherapieprogramm, wobei neben koordinativer Schulung und dem Training von Lagerungsübungen (z.B. Epley-Manöver bei gutartigem Lagerungsschwindel) auch regelmässig eine Gehschule und Gleichgewichtsschulung (z.B. Posturomed) angeboten wird. Im Rahmen der psychologischen Mitbetreuung können zugrundeliegende Konflikte geklärt und erarbeitet werden, darüberhinaus wird verhaltenstherapeutisch zur Verhinderung von Vermeidungsstrategien gearbeitet.

Julia Krüger
Praxis HNO, FÄ für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Tel: 07081/171-320
Fax: 07081/171-321
E-Mail: krueger@rommel-klinik.de

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