Die Osteoporosepatienten

Unter Osteoporose versteht man einen krankhaften Knochenschwund, der den organischen und den Mineralanteil des Knochens gleichermaßen betrifft. Als Krankheit ist die Osteoporose - zumindest in der öffentlichen Meinung - umstritten. Es steht aber ausser Frage, daß sie eine schwerwiegende Erkrankung darstellt, die in ihrer stärksten Ausprägung, nämlich als Fraktur von Wirbelkörpern, Schenkelhals und anderen Anteilen des knöchernen Bewegungsapparates nur zu oft der stationären Behandlung bedarf. Und: Sie kann behandelt werden !

Der Osteoporose können mehrere Ursachen zugrunde liegen, so daß auch hier eine sorgfältige Anamnese (Krankheitsgeschichte) erhoben werden muss. Daneben gehören Blut- wie auch Röntgenuntersuchungen zur Routineabklärung. Aber auch die sorgfältige klinische Untersuchung erlaubt oft Rückschlüsse auf die Diagnose.



Ursachen können u.a. sein :

  • "Altersosteoporose"
  • Postmenopausenosteoporose
  • Mangel an Geschlechtshormonen (Hypogonadismus)
  • Fehlregelung des Cortisonhaushaltes (M.Cushing)
  • (Neben-)Schilddrüsenüberfunktion
  • Erkrankungen des Magen-Darmtraktes mit Aufnahmestörungen
  • Bluterkrankungen
  • Nierenschäden


Neben der medikamentösen Behandlung des gestörten Mineralstoffwechsels (z.B. Biphosphonate, Kalzium, Vitamin D) erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Schmerztherapeuten eine individuelle medikamentöse Schmerzbehandlung.
Um die schmerzfreie Belastungsfähigkeit der Skelettstrukturen zu erreichen erfolgt ein individuell angepasstes krankengymnastisches Behandlungsprogramm. Falls erforderlich wird eine unterstützende psychologische Behandlung angeboten, bei chronischen Schmerzen ist eine tägliche Teilnahme an der Entspannungstherapie möglich.

Dr. med. Georg Jäger
Chefarzt Orthopädie

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akute wie chronische Rückenschmerzpatienten, auch nach Mehrfachoperationen.